Einblicke in mein Werkstattleben...
Willkommen zu meinem Werkstatt-Blog. Hier nehme ich dich mit in meinen Werkstatt-Alltag: von Veränderungen über Geschichten aus dem Alltag bis tief hinein in meinen Werkstattprozess. Dazu erzähle ich dir von Projekten, die ich gemacht habe.

Auf ins Neue...
Im Oktober 2026 bin ich ins Allgäu gezogen. Ein weiterer Neubeginn. Zusammenleben mit Freuden und Gemeinschaft bilden. Arbeiten im Handwerk und neues lernen.

Semester Abschlussgala...
Am 26. September fand die Sommersemester-Abschlussgala von Flow Valley und Flow Forest im Flow Forest statt. Dort konnte sich jede*r Studierende auf der Bühne vor großem Publikum mit den eigenen Lernthemen und Weiterentwicklungen zeigen, und das alles auf meiner selbstgebauten Bühne.
Es war ein wunderbarer Tag voller schöner Gespräche und freudigem Interesse, und der Abend in der Dorfkirche in Weidelbach, in der wir unsere Bildungsbriefzertifikate unterschrieben haben, war einfach magisch. An meinem Stand stellte ich meine gebauten Kunstwerke und meine geschriebenen Bücher aus.
Danke an alle, die dabei waren!

Sommerbaustelle im Flow Forest...
Eine Überdachung für eine Draußenküche und eine Bühne mit integrierter Feuerstelle waren meine Bauprojekte im Sommer 2026 in Flow Forest. Ich habe die Bauleitung gemacht, die Baustellen geplant und mit Unterstützung meiner Mitstudis das Ganze dann gebaut. In zwei tollen Bauwochen voller schöner Baustellen-Momente und Lagerfeuer lief der Bau super gut von der Hand.
Während des Flowtopia-Festivals fand auf der Bühne eine Open Stage statt, und es wurde das erste Mal in der Draußenküche gekocht.

Ich wachse, meine Werkstatt auch...
Nach 23 Jahren Leben in Nürtingen brauchte ich Veränderung. Also zog ich im November nach Weidelbach in die Uniartcity of Flow Forest.
Hier habe ich die ersten Wintermonate vor allem mit Renovierungsarbeiten verbracht: Lehmbau ausprobiert und viele kleine Verschönerungen im Haus gemacht.
Ab April habe ich dann angefangen, mir meine Werkstatt einzurichten. Umräumen, sortieren, einrichten, Werkzeuge organisieren oder kaufen und mir Stück für Stück einen geschickten Arbeitsplatz gestalten. Jetzt konnte ich richtig loslegen. Besseres Licht, mehr Platz, mehr Werkzeug, eine Tischfräse und eine Tischkreissäge professionalisierten meine Werkstatt weiter – im Vergleich zu der kleinen Dachbodenwerkstatt. Jetzt konnte ich endlich anfangen, wirklich gute, handwerklich anspruchsvolle Möbel zu bauen.

Handwerksmarkt als Treffpunkt...
Ich wünsche mir, im Kontakt mit Menschen zu sein – daher verkaufe ich nicht online, sondern nur an Menschen, die ich sehen und fühlen kann.
Im Oktober 2025 habe ich einen Kunsthandwerker:innen-Markt im Kneipenkollektiv Silberburg organisiert. Zusammen mit vielen Freunden habe ich einen tollen Tag erlebt – mit leckerem Essen, Musik zum Hüftewackeln und kreativen Ständen mit Schmuck, Schmiedekunst und Nähkunst.
Ich hatte großen Spaß und einen Tag voller nährender Begegnungen und interessanter Gespräche.
Danke an alle, die da waren.

Eine reise zum Spielen...
Im Juli 2025 reiste ich auf Einladung eines Freundes nach Georgien, zu dem Bildungsprojekt Parzival – einer Seminarschule und Lernort für junge Georgier. Zusammen mit dem Spielplatzbauverein Kuckuck Kultur bauten wir in sieben Tagen einen Spielplatz. 15 Menschen aus Deutschland und Georgien bildeten das Planungs- und Bauteam. Ich habe eine Seilbahn gebaut und dabei das erste Mal geschweißt. Eine tolle Woche voller georgischer Musik und Esskultur und kreativen, verspielten Bauens.

Festivals als Lernort...
Seit 2022 organisieren Freunde und ich ein kleines, buntes Mitmach-Festival im Allgäu. Wir gestalten dort nicht nur vier wilde Tage zum Feiern und Begegnen, sondern schaffen im gesamten Organisationsprozess auch einen Ort des Lernens, Ausprobierens und Erfahrens. Von zwischenmenschlichen Themen bis hin zu Bauprojekten, mal handwerklich anspruchsvoll und mal wieder einfach nur kreativ.
Mein Highlight: die Küchenüberdachung. In fünf Tagen bauten wir bei strahlendem Sonnenschein eine wunderbare Überdachung, um auch im strömenden Regen kochen zu können.

Jeder Anfang ist klein...
Ein vollgestellter Dachboden war der Anfang. Im Winter 2024 suchte ich nach einem Ort für meine erste kleine Werkstatt. Auf dem Dachboden des Hausprojekts, in dem ich gelebt habe, war viel Platz. Leider war alles zugestellt mit Müll und den Besitztümern früherer Bewohner. Mit meinem Mitbewohner entrümpelten wir zwei Monate lang. Was für eine Drecksarbeit – danke dir, Quirin!
Dann konnte ich einrichten. Die Verhältnisse waren schwierig: wenig Licht, wenige Fenster. Aber es lief. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur ein paar Handwerkzeuge. Für meine Tauchsäge brauchte ich eine Sägevorrichtung, um sicherer und schneller sägen zu können. Von da an hat es richtig Spaß gemacht.
Meine Challenge von da an: so viel recyceln wie möglich. Denn auf dem Dachboden lag ja immer noch haufenweise Zeug rum.
Ein Jahr lang war diese erste, improvisierte Werkstatt mein Zuhause.